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Der Bezirk Perg

Feuerwehren des Bezirks Perg

Basisdaten

Bundesland: Oberösterreich
613,18 km²
Einwohner: 66.663 (1. Jänner 2015)
Bevölkerungsdichte: 109 Einw./km²
Kfz-Kennzeichen: PE
Bezirkshauptmann: Ing. Mag. Werner Kreisl

Der Bezirk Perg ist mit einer Gesamtfläche von 613,18 km² der kleinste der vier politischen Bezirke des Mühlviertels. In ihm leben über 66.000 Menschen.

Verwaltung

Er ist in zwei Gerichtsbezirke (Mauthausen und Perg) gegliedert und in 26 Gemeinden aufgeteilt. Unter diesen 26 politischen Gemeinden sind zwei Städte (Perg und Grein) und 17 Marktgemeinden, der Rest sind Ortsgemeinden. Sitz der Bezirkshauptmannschaft ist Perg. In Klammern die Einwohnerzahlen vom 1. Jänner 2015.

Städte

Marktgemeinden

Gemeinden

Geographie

Der Bezirk Perg liegt im Südosten des Mühlviertels. Er erstreckt sich von Luftenberg im Westen bis nach Hirschenau im Gemeindegebiet von St. Nikola im Osten und bis nach St. Georgen/Walde im Norden. Im Süden werden die Grenzen größtenteils durch die Donau gebildet. Im Gemeindebereich Luftenberg-Langenstein aber springt die Bezirksgrenze über den Strom: Der Ausee in der Nähe von Asten liegt zwar südlich zur Gemeinde Luftenberg und damit zum Bezirk Perg. Die Schloßau mit der Ruine Spilberg hingegen liegt nördlich der Donau, gehört aber zur Gemeinde Enns und damit zum Bezirk Linz-Land. Auch im Bereich des Kraftwerkes Mitterkirchen verläuft die Bezirksgrenze nicht im Donaubett, sondern sie folgt dem Verlauf des heutigen Donaualtarmes südlich des Kraftwerkes. Ursache für diese uns heute oft kurios anmutende Grenzziehung sind die in früherer Zeit immer wieder stattfindenden Verlagerungen des Donaubettes durch die Natur als Folge von Hochwässern, die erst durch die Regulierung ihrer Ufer im vorigen Jahrhundert beendet werden konnten. Ursache war in jüngerer Zeit aber auch die Kraftwerksbautätigkeit des Menschen, wo die Anlagen im Trockenen gebaut wurden und anschließend der Flusslauf entsprechend verändert wurde. Nachbarbezirk im Westen ist Urfahr/Umgebung, im Osten bildet die niederösterreichische Landesgrenze, die Bezirke Melk und Zwettl, den Abschluss. Im Norden grenzt Perg an den Verwaltungsbezirk Freistadt, im Süden an Linz/Land und an den niederösterreichischen Bezirk Amstetten.


Der Bezirk Perg reicht vom stark gegliederten Berg- und Hügelland im Norden über die Mittellagen, mit in ihnen eingelagerten Becken (z.B. Klamer Becken), bis zu den Donauebenen. Die Hochlagen des Bezirkes sind Ausläufer des Böhmischen Massivs, eines Mittelgebirges, sie erreichen im Burgstall in der Gemeinde St. Georgen/Walde ihre höchste Erhebung mit 948 m. Besonders die Hoch- und Mittellagen im nordöstlichen Teil sind naturbelassenes, waldreiches Hügelland von großer landschaftlicher Schönheit. Die Anteile des Bezirkes an den Donauebenen gehören zur Landschaftsregion des Alpenvorlandes. Das ebene und äußerst fruchtbare Machland reicht von Mauthausen bis Dornach (Saxen), wo sich dann das Granitplateau im Greiner Wald bis zur Donau vorschiebt. Von hier bis zur östlichen Bezirksgrenze und darüber hinaus bis Ybbs bildet die Donau den Strudengau, ein 25 km langes Durchbruchstal, in dem sich Orte, Straße und Bahn auf oft engstem Raum zwischen steil abfallenden, dicht bewaldeten Hängen und dem Fluss drängen. Hier, ganz im Osten des Bezirkes, misst man mit 220 m die geringste Seehöhe.


Der Bezirk Perg wird zur Gänze zur Donau hin entwässert. Viele seiner Flüsse und Bächen haben sich auf ihrem Weg zur Donau tief in die Ausläufer des Granitmassivs eingeschnitten und so enge, landschaftlich sehr reizvolle Durchbruchstäler geschaffen (Gusental, Josefstal = Aisttal, Naarntal, Klamschlucht, Stillsteinklamm.....). Die wichtigsten Flüsse in ihrer Reihenfolge von West nach Ost sind Gusen (Große Gusen, Kleine Gusen), Riederbach, Aist (Feldaist, Waldaist), Naarn (Große Naarn, Kleine Naarn), Klambach, Kämpbach, Gießenbach, Dimbach, Sarmingbach, Kleine Isper. Die Vielzahl der Flüsse und Bäche hat zu einer ausgeprägten Kleingliederung der Landschaft geführt.
800 bis 900 m hohe Kuppen und im Unterlauf oft schluchtartig hunderte Meter eingetiefte, unübersichtliche Täler machen diesen Teil des Bezirkes zum verkehrsfeindlichsten und auch in seiner übrigen Nutzung am meisten beeinträchtigten. Die landschaftliche Verschiedenheit des Bezirkes spiegelt sich auch in der ungleichmäßigen Verteilung der Bevölkerung wider: Streusiedlungen und nur wenige geschlossenen Orte im stark gegliederten, bewaldeten, klimatisch raueren Norden. Dichte Besiedlung entlang der Übergangszone vom Granit zur Donauniederung, wo sich wegen der guten Verkehrsverbindungen auch der überwiegende Teil der bezirksinternen Großbetriebe angesiedelt hat. Der Bezirk Perg ist eine vom Menschen geformte Agrar- und Industrielandschaft, eine be- und zersiedelte Kulturlandschaft, die sich mit nahezu unberührter urtümlicher Naturlandschaft zu einem Lebensraum von hoher Lebensqualität ergänzt

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Perg, Abruf am 04.07.2015; Statistik Austria